Logotherapie in den Zeiten von Corona

Gedanken von Dr. Elisabeth Lukas zu Corona, dem

"Ausnahmezustand unserer Gesellschaft" können hier gelesen werden.

Viktor E. Frankl, 1905 in Wien geboren, erlebte und beobachtete in den 30er und 40er Jahren schwierige Zeiten. Es gab viel Not, eine enorm hohe Arbeitslosigkeit, einen sich verschärfenden Antisemitismus. In dieser Zeit entwickelte er schon die zentralen Hauptgedanken der Logotherapie. Seine drei Jahre in vier KZs waren eine Art Prüfstein, ob das Gedankengut etwas taugte in solch extremen Lebenslangen, ob es helfen konnte, psychisch heil zu bleiben unter dramatischen Umständen.

 

Das tat es: „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ heißt die Essenz. Das Leben behält unter allen, wirklich allen Bedingungen seinen Sinn. Kernaussagen, die in schwerer Not entwickelt worden sind.

 

Seine Hauptwerke schrieb Frankl vor allem in den 50er Jahren auf dem Hintergrund von selbst erlebten schwierigen Jahrzehnten. Nicht viel später blühte mehr und mehr der Wohlstand und ließ Frankls Werke eher moralisch oder betulich wirken, weil man sich im wachsenden Wohlstand nicht viel um Notlagen kümmern wollte. Allerdings brachen gerade in den Überflussgesellschaften riesige Sinn-Leeren auf, die gelingendes Leben noch stärker belasteten als die wirtschaftliche Not zuvor.

  

Was hat das mit Corona zu tun?

  

Keiner kann heute sagen, welche wirtschaftlichen Einbrüche mit welchen immensen Verwerfungen uns bevorstehen, und zwar weltweit. Keiner kann sagen, wie viel reale Not erwachsen wird. Keiner kann sagen, was stark verminderte Sozialkontakte für Folgen haben. Das alles wissen wir heute noch nicht.

 

Aber vielleicht verstehen wir Frankl besser. Vielleicht begreifen wir unter einer neuen Perspektive, was er eigentlich geschrieben hat und was das für uns bedeutet: heute!

 

Trotzdem Ja zum Leben sagen. Das Leben behält seinen Sinn, egal wie die Umstände auch sind. Das Leben stellt die Fragen. Menschliches Leben wird nicht von Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft – sondern von Entscheidungen, die er selbst trifft.

 

Solche Gedanken von Viktor Frankl bekommen auf dem Hintergrund der Corona-Pandemie einen ganz neuen Akzent.

Heidi Schönfeld

Das Elisabeth-Lukas-Archiv gGmbH will das umfangreiche Werk von Univ.-Prof.h.c. Dr.phil.habil. Elisabeth Lukas, der bekanntesten Schülerin von Prof. DDr. Viktor E. Frankl, dokumentieren und öffentlich zugänglich machen.

 

  • Jedes Buch wird mit Inhaltsverzeichnis, Leseprobe und Zusatzinformationen gezeigt.

 

  • Audio-Vorträge erlauben eine Hörprobe, Videos werden gesammelt.

 

  • Interessierte, Fachleute und Studierende können hier gezielt Informationen finden und sich inspirieren lassen.

 

  • Wir sind gerade dabei, alle Archivseiten auch in die englische, polnische, slowenische und kroatische Sprache zu übersetzen - ein erster Anfang ist getan.
Akademie für Logotherapie im Elisabeth Lukas-Archiv

Die Leiterin des Elisabeth-Lukas-Archivs gGmbH

 

Dr. Heidi Schönfeld

 

bietet an:

 

Berufsbegleitende Ausbildung in 5 Semestern

 

in der originären Logotherapie von Viktor E. Frankl


nach dem Lehrplan von Elisabeth Lukas

 

Dr. phil. Heidi Schönfeld - Nürnberger Straße 103 a - 96050 Bamberg
Telefon (09 51) 222 00 399 - Mail bitte über das Kontaktformular - www.logotherapie-bamberg.de